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Inhalte des Workshops

Der Workshop beginnt mit einem kurzen Einführungsblock zu den theoretischen Grundkenntnissen aus dem Basiskurs und den Instrumenten und Techniken des Kopfschmerz-Pocket Guides in der Apotheke.

Im Anschluss (Schwerpunkt des Vertiefungsworkshops) wird dieses Wissen in Gruppenarbeit in der Praxis umgesetzt und in Rollenspielen geübt.

Zwei Varianten des Vertiefungsworkshops

Der Vertiefungsworkshop wird in zwei Varianten angeboten – eine für Apotheker:innen, eine für das Apotheken-Fachpersonal. Beide bauen auf dem Basiskurs auf und teilen dasselbe praxisnahe Format; sie unterscheiden sich in Abschluss und Kosten.

Gilt für beide Workshop-Varianten:

 

  • Präsenzworkshop in Basel (Pharmazentrum, Simulationsapotheke)

  • Kann auf Deutsch oder Französisch besucht werden

  • Hohe Praxisrelevanz: Fallbeispiele, Gruppenarbeit und Rollenspiele

  • Anleitung durch Kopfschmerzexpertin und erfahrene Offizin-Apothekerin

  • Kostenlose Online-Sprechstunde mit Expert:innen für alle Absolvent:innen

  • 25 Personen (maximal); Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
     

Voraussetzung für die Teilnahme am Vertiefungsworkshop ist der Abschluss des Basiskurses.

Absolvent:innen des Basiskurses werden automatisch über die Durchführungen der Vertiefungsworkshops informiert.
 

FÜR

Apotheker:innen

UMFANG

Ein Kurstag von 9:00–17:00h

ABSCHLUSS

50 FPH-PunkteZertifikat 

Kopfschmerzexperte «Leistungsstarke Kopfschmerz-Apotheke»

LEISTUNGSNACHWEIS

Im Präsenzkurs (Rollenspiel, Gruppenarbeit)

KOSTEN

CHF 395.–

OFAC Mitglieder: CHF 325.–

VORAUSSETZUNG

Absolvierter Basiskurs.

OFAC Mitglieder: CHF

FÜR

Fachpersonal Apotheke

UMFANG

Ein halber Kurstag

ABSCHLUSS

Teilnahmebestätigung

LEISTUNGSNACHWEIS

Im Präsenzkurs (Rollenspiel, Gruppenarbeit)

KOSTEN

kostenlos*

kostenlos

VORAUSSETZUNG

Absolvierter Basiskurs.

kostenlos, sofern mind. 1 Apotheker:in aus derselben Apotheke an der bezahlten Fortbildung teilnimmt oder teilgenommen hat.

Das erhalten Sie zusätzlich

Zusätzlich erhalten Sie:

  • "Hilfe, ein Kopfschmerzpatient!" : eine ONLINE Sprechstunde: 3x jährlich kostenlos für alle TeilnehmerInnen des Vertiefungsworkshops
     

In regelmässigen Abständen führt Migraine Action Webinare für zertifizierte ‘Leistungsstarke Kopfschmerz ApothekerInnen’ eine Online-Sprechstunde mit ausgewiesenen ExpertInnen durch. Die TeilnehmerInnen können sich live mit den ExpertInnen austauschen. Im Zentrum steht dabei der Austausch von aktuellem Wissen sowie das Präsentieren konkreten Kopfschmerz-Praxisfälle in der Apotheke .

Anmeldung

Voraussetzung für die Teilnahme am Vertiefungsworkshop ist der Abschluss des Basiskurses.

 

Absolvent:innen des Basiskurses werden automatisch über die Durchführungen der Vertiefungsworkshops informiert.

Der Vertiefungsworkshop im Überblick

Der Vertiefungsworkshop «Kopfschmerzerkrankungen in der Apotheke – mit Fachwissen überzeugen: Triagieren, Beraten, Begleiten » (FPH Kurs 207750) ist als Präsenzworkshop für den maximalen Wissenstransfer aufgebaut. Nach erfolgreichem Abschluss des Online-Basiskurses haben Sie hier die Möglichkeit, in einem praktischen Workshop intensiv zu üben und das Erlernte optimal im Apothekenalltag umzusetzen.

Unter Anleitung einer Kopfschmerzexpertin und einer erfahrenen Offizin-Apothekerin lösen Sie unterschiedliche Fallbeispiele zur Anamnese, Triage, evidenzbasierten Therapie, patientenorientierte Beratung und dem Monitoring in der Apotheke (Rollenspiele) und können dabei Ihre Fragen stellen und Unklarheiten beseitigen.

Kompetenznachweise

Kompetenznachweis im Rahmen der Veranstaltung (Rollenspiel, Gruppenarbeit)

Vignetten : unterschiedliche Kopfschmerz Situationen /unterschiedliche Patientenprofile

  • Begrüssung, Abklärung, Triage 80%

  • Verdachtsdiagnosen 80%

  • Darstellung von Ursachen und Auslöser 80%,

  • Individuelle Therapiepläne und individuelle Stärkung der Gesundheitskompetenz 80%.

Vorgehen bei Nichtbestehen der Kompetenzkontrolle durch den Weiterzubildenden:
Abgabe eines schriftlich detaillierten Fallberichtes aus der Apothekenpraxis, welcher identisch den Kriterien der Kompetenzkontrolle entspricht.

Lernziele

Der Vertiefungsworkshop unterstützt und befähigt Sie:

  • die genaue Situation der Kopfschmerzerkrankung rasch zu erfassen,

  • die Bedürfnisse und Ressourcen der KundInnen bestmöglich zu erkennen und zu verstehen,

  • situativ wirkungsvoll zu beraten und dauerhaft individuell angepasst zu coachen.

Sie erarbeiten sich Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Kopfschmerzsituationen und Kundenprofilen. Durch aktive Umsetzung der verschiedenen Techniken und Instrumenten neue Kompetenzen in der professionellen patientenorientierten Kopfschmerzberatung.

Auf Wunsch können angemeldete KursteilnehmerInnen eigene Kopfschmerzsituationen oder Patientenfälle, die sie gerne im Rahmen des Workshops besprechen möchten, bis 2 Wochen vor dem Kurs per Mail senden an: info@migraineaction.ch

Fragen zum Kurs?

Fragen zum Kurs? Schreiben Sie an info@migraineaction.ch

oder rufen Sie an: +41 61 423 10 80, Dienstag bis Donnerstag, 9.00–12.00 Uhr.

Gerne dürfen Sie auch über das Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

  • Kopfschmerzerkrankungen – eine grosse Belastung für Betroffene und die Gesellschaft

    Primäre Kopfschmerzerkrankungen, hauptsächlich Migräne, Spannungstyp und Cluster, sind weit verbreitet, unterdiagnostiziert, unterbehandelt und hochstigmatisiert. Sie gelten aufgrund ihrer hohen Prävalenz, Chronizität, Komorbidität, Spätfolgen und ihrer erheblichen Behinderungslast für die Betroffenen als ernsthafte globale Gesundheitsprobleme. (1, 2, 3a) Spannungstypkopfschmerzen und Migräne belegen Platz 2 und 3 der weltweit am meisten verbreiteten Krankheiten. (4)

    In der Schweiz leiden geschätzt über 1 Million Menschen an Migräne unterschiedlicher Ausprägung: jede 5. Frau, jeder 14. Mann und jedes 10. Schulkind (mit zunehmender Tendenz). (5, 6) Das sind mehr Menschen als von Diabetes, Asthma und Epilepsie zusammen betroffen sind. (7) Zusätzlich haben über 200’000 Menschen tägliche Kopfschmerzen, oft aufgrund von Kopfschmerzmittel-Übergebrauch. (8)

    Kopfschmerzerkrankungen sind für mehr als 75 % aller durch neurologische Erkrankungen bedingten Jahre mit Behinderung verantwortlich, einschliesslich Schlaganfall, Demenzerkrankungen, Morbus Parkinson, multipler Sklerose und Epilepsie. (3b) Migräne ist weltweit die häufigste Ursache für Krankheitsbehinderung bei unter 50-Jährigen (9) und die teuerste der rein neurologischen Erkrankungen; es gibt jedoch Hinweise darauf, dass andere primäre Kopfschmerzen ebenso hohe Kosten verursachen könnten. (10)

    In der Schweiz werden die sozio-ökonomischen Kosten für Migräne auf über 600 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. (11) Zudem haben Migränepatientinnen und -patienten ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzerkrankungen, Epilepsie, Depression, Angsterkrankungen sowie für chronische Schmerzen. (12)

    Umgang und Betreuung von Kopfschmerzerkrankungen

    Trotz dieser beeindruckenden Fakten bagatellisieren die Öffentlichkeit und die Mehrheit der Gesundheitsfachleute primäre Kopfschmerzen als triviale Beschwerde, als Entschuldigung für Fehlzeiten – und gehen davon aus, dass einfache Analgetika zur Behebung ausreichen.

    Bei den Betroffenen selbst ist oft die Sorge um Stigmatisierung und der Selbstzweifel die grösste Hürde für eine fachmedizinische Beratung. (13)

    Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, auch Übelkeit und Schwindel sind für andere Menschen typischerweise nicht sichtbar. Menschen mit Migräne werden ebenso stark stigmatisiert wie Personen mit Epilepsie oder Panikstörung. (14)

    Obwohl Kopfschmerzerkrankungen behandelbar sind, klar definierte diagnostische Kriterien frei verfügbar sind, nationale Konferenzen sowie unzählige regionale Seminare zu Behandlungsrichtlinien durchgeführt wurden und die medikamentösen wie nicht-medikamentösen Therapien und das Selbstmanagement-Angebot auf hohem Niveau stehen, ist die Versorgung der Betroffenen laut aktuellen Studien besorgniserregend:

    Bei populationsbezogenen Stichproben aus 10 europäischen Ländern lag die Zahl derer, die wegen Migräne einen Hausarzt bzw. Spezialisten konsultiert haben, unter 20 %. (15) Etwa ein Drittel der Betroffenen wurde von den Grundversorgern nach evidenzbasierten Behandlungsrichtlinien zielgerecht behandelt. (15)

    Die zweckmässige Versorgung der Stichproben, die bei Selbsthilfeorganisationen erhoben wurden, war deutlich besser. (15)
    In allen Stichproben waren jene Patientinnen und Patienten am schlechtesten versorgt, die sich ausschliesslich mit Selbstmedikation behalfen. (15)

    Über 50 % der Migräne-Betroffenen erhalten erst nach über 5 Jahren eine korrekte Diagnose. Wegen Unkenntnis der diagnostischen Kriterien werden bei über 50 % teure und unnötige diagnostische Untersuchungen verschrieben, die zusätzlich Ressourcen im Gesundheitswesen verschwenden. (16, 17) Bei Clusterpatienten («suicidal headache», extrem heftige Kopfschmerzen) beträgt in Europa die Dauer bis zur korrekten Diagnose durchschnittlich 5,3 ± 6,4 Jahre. (18)

    Weniger als 30 % der Betroffenen kennen ihre Diagnose, und rund 70 % behandeln sich selbst, ohne über die Risiken einer unreflektierten Selbstbehandlung Bescheid zu wissen und zweckmässige Therapien zu kennen. Nur 14,5 % wurde jemals empfohlen, die Einnahmerate bei akuten Kopfschmerzen zu begrenzen. (19)

    Betroffene fühlen sich ratlos; die Stigmatisierung und Banalisierung durch das Umfeld führt zu Selbstzweifeln und Verlust an Selbstwertgefühl. Psychische Erkrankungen sind bei Kopfschmerzerkrankungen um das 2- bis 3-Fache erhöht. Depressionen und Angstzustände beeinflussen die Krankheitsschwere (Chronifizierung) und das Behandlungsergebnis (Therapieresistenz, Medikamentenübergebrauch) stark negativ und sind mit einer stärkeren Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung sowie einer zunehmenden kopfschmerzbedingten Behinderung assoziiert. Frühes Erkennen und Behandeln dieser Faktoren sind unerlässlich für eine erfolgreiche Kopfschmerztherapie. (20, 21, 22)

    Ausbildung der Gesundheitsfachpersonen zu Kopfschmerzerkrankungen

    In der Grundausbildung von Medizinstudierenden werden weltweit nur vier Stunden für Kopfschmerzerkrankungen aufgewendet. (23) Die Grundausbildung von Apothekerinnen und Apothekern ist vergleichbar oder noch schlechter. (24)

    Bei den Betroffenen besteht ein enormes Informationsdefizit: Umfassende, neutrale und ausgewogene Informationen zu finden ist schwierig. Interessensgeleitete, unvollständige, heilungsversprechende und irreführende Informationen sind häufig.
    Die WHO fasst den Handlungsbedarf bei Kopfschmerzerkrankungen wie folgt zusammen. (25)

    «Das erbärmliche Gesundheitsversagen bei primären Kopfschmerzerkrankungen hat seine Wurzeln in dem Versagen der Edukation auf allen Ebenen und in dem daraus resultierenden, weit verbreiteten Mangel an Verständnis und unnötigen, nicht adäquaten Ressourcenverbrauch.»

    Warum die Kopfschmerz-Akademie

    Wenn die Ursache in der Ausbildung liegt, muss die Antwort dort ansetzen. Rund 70 Prozent der Betroffenen behandeln sich selbst, weniger als 20 Prozent konsultieren eine Ärztin oder einen Arzt. Der Ort, an dem diese Menschen tatsächlich erscheinen, ist die Apotheke – oft mehrmals im Jahr, über Jahre hinweg, ohne je eine Diagnose erhalten zu haben.

    Darin liegt der grösste ungenutzte Hebel im Versorgungssystem. Wer die diagnostischen Kriterien kennt, erkennt einen Medikamentenübergebrauch, bevor er chronisch wird. Wer gezielt fragt, findet die Migräne hinter der vermeintlichen Wetterfühligkeit. Und wer weiss, wann eine ärztliche Abklärung nötig ist, verhindert jahrelange Fehlversorgung.

    Die Kopfschmerz-Akademie schliesst die Lücke, die die Grundausbildung offenlässt: mit evidenzbasierten, praxisnahen Fortbildungen für Apothekenteams – akkreditiert, aktuell und auf den Beratungsalltag zugeschnitten.

    Quellen:

    1.    Vos T et al. (2012) Years lived with disability (YLDs) for 1160 sequelae of 289 diseases and injuries 1990–2010: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2010. Lancet 380:2163–2196
    2.    Vos T et al. (2015) Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 301 acute and chronic diseases and injuries in 188 countries, 1990–2013: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2013. Lancet 386:743–800
    3.    Vos T et al. (2016) Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 310 diseases and injuries, 1990–2015. Lancet 388:1545–1602. — 3b) for 328 diseases and injuries for 195 countries, 1990–2016. Lancet 390(10100):1211–1259
    4.    Steiner TJ, Birbeck GL, Jensen RH et al. Headache disorders are third cause of disability worldwide. J Headache Pain 16, 58 (2015)
    5.    Stovner LJ, Andrée C. Prevalence of headache in Europe: a review for the Eurolight project. J Headache Pain. 2010 Aug;11(4):289–99
    6.    Abu-Arafeh I, Razak S, Sivaraman B, Graham C. Prevalence of headache and migraine in children and adolescents: a systematic review of population-based studies. Dev Med Child Neurol. 2010;52:1088–1097
    7.    Headache Disorders – not respected, not resourced. All-Party Parliamentary Group on Primary Headache Disorders, 2010
    8.    Vandenbussche N, Laterza D, Lisicki M et al. Medication-overuse headache: a widely recognized entity amidst ongoing debate. J Headache Pain 19, 50 (2018)
    9.    Feigin VL, Nichols E, Alam T et al. Global, regional, and national burden of neurological disorders, 1990–2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. Lancet Neurol. 2019 Mai;18(5):459–80
    10.    Linde M, Gustavsson A, Stovner LJ, Steiner TJ, Barré J, Katsarava Z, Andrée C. The cost of headache disorders in Europe: the Eurolight project. Eur J Neurol. 2012;19(5):703–711
    11.    Sokolovic E et al. Self-reported headache among the employees of a Swiss university hospital: prevalence, disability, current treatment, and economic impact. J Headache Pain. 2013;14:29
    12.    Jette N, Patten S, Williams J, Becker W, Wiebe S. Comorbidity of migraine and psychiatric disorders – a national population-based study. Headache. 2008 Apr;48(4):501–16
    13.    Korkmaz S et al. Psychiatric symptoms in migraine patients and their attitudes towards psychological support on stigmatization. J Clin Neurosci. 2019;62:180–183
    14.    Shapiro RE, Reiner PB. International Headache Congress 2013, Boston, USA
    15.    Katsarava Z et al. Poor medical care for people with migraine in Europe – evidence from the Eurolight study. J Headache Pain. 2018;19:10
    16.    Ziegeler C et al. Shortcomings and missed potentials in the management of migraine patients – experiences from a specialized tertiary care center. J Headache Pain. 2019;20:86
    17.    Viticchi G, Silvestrini M, Falsetti L, Lanciotti C, Cerqua R, Luzzi S, Provinciali L, Bartolini M. Time delay from onset to diagnosis of migraine. Headache. 2011 Feb;51(2):232–6
    18.    Voiticovschi-Iosob C et al. Diagnostic and therapeutic errors in cluster headache: a hospital-based study. J Headache Pain. 2014;15(1):5
    19.    Steiner TJ, Stovner LJ, Katsarava Z, Lainez JM, Lampl C, Lantéri-Minet M, Rastenyte D, Ruiz de la Torre E, Tassorelli C, Barré J, Andrée C (2014) The impact of headache in Europe: principal results of the Eurolight project. J Headache Pain 15:31
    20.    Albers L et al. (2014) Potentiell vermeidbare Risikofaktoren für primäre Kopfschmerzen. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 57(8)
    21.    Lampl C et al. (2016) Headache, depression and anxiety: associations in the Eurolight project. J Headache Pain 17:59
    22.    Lantéri-Minet M, Radat F, Chautard MH, Lucas C. Anxiety and depression associated with migraine: influence on migraine subjects’ disability and quality of life, and acute migraine management. Pain. 2005;118:319–326
    23.    Gallagher RM, Alam R, Shah S, Mueller L, Rogers JJ (2005) Headache in medical education: medical schools, neurology and family practice residencies. Headache J Head Face Pain. 45(7):866–873
    24.    Wenzel RG, Neidich MR. Headache education in colleges of pharmacy. Ann Pharmacother. 2002 May;36(4):612–6
    25.    World Health Organization. Atlas of headache disorders and resources in the world 2011

  • Funktion und Ziele der Akademie

    Die Kopfschmerz-Akademie, eine Initiative der Migraine Action, entwickelt zielgruppenorientiert, partizipativ Aus-, Weiter und Fortbildungen zu Kopfschmerzerkrankungen und schaltet diese auf einer akkreditierten Bildungsplattform auf. Die Akademie:

    • ermöglicht mit innovativen Formaten und evidenzbasierten, Prävention und Kuration umfassenden Inhalten, Zielgruppenspezifisch den schnellen und effektiven Wissens- und Kompetenzaufbau,
       

    • unterstützt die Qualität der Umsetzung insbesondere auch der Dienstleistungen sowie deren praxisnahe Evaluation in Bezug auf Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit.

       

    Die Kopfschmerz Akademie soll dazu beitragen:
     

    • ein patientenzentriertes, interdisziplinär vernetztes Kopfschmerzversorgungssystem entlang der Versorgungskette zu etablieren, das die Qualität, Effizienz, Sicherheit der Behandlung und Betreuung verbessert,
       

    • das Krankheitsverständnis und die Versorgungskompetenz aller Akteure vertiefen und erweitern,
       

    • das Selbstmanagement und die Gesundheitskompetenz der Patienten stärken.

  • Nachhaltigkeit

    • Die Kopfschmerz Akademie wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
      Datenschutz und Datensicherheit werden laufend gesetzeskonform angepasst und die Technologien und Inhalte laufend aktualisiert.
       

    • Einnahmen aus Akkreditierungen sollen die Basis für eine nachhaltige Finanzierung und Weiterentwicklung der Kopfschmerz Akademie gewährleisten.
       

    • Alle Teilnehmer erhalten regelmässig Newsletter und eine HelpLine 
      Di-Do 9.00-12.00 Uhr Tel 061 42310 80 steht zur Verfügung.
       

    • Schriftliche Fragen können an info@migraineaction.ch gestellt werden.
       

    • Die Wissen- und Verhaltensänderungen der Angebote zu Aus- Weiter und Fortbildungen zu Kopfschmerzerkrankungen werden inhärent gemessen.
       

    • Die Lehrgänge werden von den Fachgesellschaften für die jeweilige Berufsgruppe zertifiziert.
       

    • Die aus den Lehrgängen entstandenen neuen Dienstleistungen sollen soweit möglich in der Grundversorgung etabliert werden.
       

    • Eine Landkarte der akkreditierten Berufsfachleute (Netzwerke) werden auf der Website der Migraine Action veröffentlicht.

  • Step by Step Aktivitäten

    Zielgruppe Kopfschmerzpatienten und Interessierte
     

    Zur Unterstützung der Gesundheitskompetenz der Kopfschmerzpatienten und den an Kopfschmerzerkrankungen Interessierten bietet Migraine Action via Website www.migraineaction.ch ein breites Angebot an Informationen (Newsletter, Kopfschmerzen von A-Z, Youtube Kanal, ‘Spezialisten-Finder’…) sowie zahlreiche direkte individuelle Dienstleistungen (Telefonische und schriftliche Beratungsstelle).
    Ausserdem organisiert Migraine Action die jährliche interprofessionelle Awareness Kampagne, Publikumsvorträge und initiiert patientenzentrierte Forschungsprojekte.
     

    Zielgruppe Apotheke
     

    Weitere Aktivitäten

    Die verschiedenen Köpfe des Logos der Kopfschmerz Akademie stehen für die Fokus-Zielgruppen der Kopfschmerz Akademie: Ärzte, Apotheken und Patienten. Wir werden ‘step by step’ weitere Aktivitäten hinzufügen.

    .

Die Kopfschmerz-Akademie bietet akkreditierte Fortbildungen zu Kopfschmerzerkrankungen. Sie bietet evidenzbasierte Inhalte und innovative Lernformate, die konsequent auf die Praxis ausgerichtet sind.

Unser Ziel ist eine patientenzentrierte, interdisziplinär vernetzte Versorgung – getragen von Fachpersonen, die Kopfschmerzerkrankungen korrekt einordnen und behandeln, und von Patient:innen, die ihre Erkrankung selbst managen können.

Ausgangslage: Die Rolle der Apotheke bei Kopfschmerzerkrankungen

Pro Jahr besucht ein Schweizer Einwohner im Durchschnitt 12,2-mal eine Apotheke, aber nur 4,3-mal einen Arzt. Damit ist die Apotheke für die meisten Kopfschmerzbetroffenen die erste – und oft einzige – Fachperson, mit der sie sprechen. Internationale Studien zeigen jedoch, dass der Wissensstand zu Kopfschmerzerkrankungen auch unter Apotheker:innen lückenhaft ist. Genau hier setzt der Lehrgang «Leistungsstarke Kopfschmerz-Apotheke» an: Er vermittelt Apothekenteams das Wissen für Aufklärung, kompetente Triage und individuelle Betreuung.

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